Satori

Satori ist Japanisch und bedeutet auf Deutsch wörtlich verstehen und bezeichnet das Erlebnis der Erleuchtung im Zen-Buddhismus.

Satori ist die plötzliche Erkenntnis vom universellen Wesen des Daseins. Es ist ein Schlüsselkonzept des Zen-Buddhismus und kann nur in der persönlichen Erfahrung verstanden werden.

Satori selbst wird erlebt als Auflösung oder zumindest Befreiung vom Ich, von der Zeit und von der Bindung an Geburt und Tod. Menschen, die Satori erleben, sprechen von einem „Gefühl der Leere“, von einem „tiefen Glück“ und von einem Gefühl von „Verschmelzung und allumfassender Einheit“. Die Satori-Erfahrung ist damit sowohl konkret als auch metaphysisch.

Satori ist ein nur vorübergehender Zustand. Es steht im Gegensatz zum Nirwana, das ein andauernder Zustand ist.

Ein schnelles Erlebnis der Erleuchtung ist auch Kensho.

Wege zum Satori:

Daisetz Teitaro Suzuki beschreibt zwei Wege zum Satori:

– die Versenkung in Zazen (ähnlich der Meditation), wobei nach und nach der Geist von störenden Gedanken befreit wird

– die Herbeiführung einer großen geistigen Krise durch die Beschäftigung mit paradoxen Lehrsätzen (Koan) (z.B. höre das Klatschen einer Hand), aus der sich der Geist mit einem Sprung zum Satori befreit

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